Laut einer Untersuchung von Public Health England (PHE, 2015) sind E-Zigaretten schätzungsweise 95 % weniger schädlich als Tabakzigaretten, weil kein Verbrennungsprozess stattfindet. Eine vollständige Risikofreiheit besteht jedoch nicht – die Langzeitforschung zu Dampfprodukten ist noch im Gange.
Definition: Was ist der Unterschied zwischen Vape und Zigarette?
Eine Tabakzigarette ist ein Produkt, das Tabak bei Temperaturen von bis zu 800 °C verbrennt und dabei Rauch erzeugt. Eine E-Zigarette (Vape) ist ein elektronisches Gerät, das ein Liquid (bestehend aus Propylenglykol, pflanzlichem Glycerin, Aromen und optional Nikotin) auf ca. 150–250 °C erhitzt und verdampft – ohne Verbrennung, ohne Teer, ohne Kohlenmonoxid.
Der entscheidende Unterschied liegt im Prozess: Verbrennung vs. Verdampfung. Erst durch die Verbrennung entstehen die meisten krebserregenden und giftigen Substanzen im Tabakrauch.
Schadstoffe im Vergleich: Die Fakten
Tabakzigaretten erzeugen laut dem US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) über 7.000 chemische Verbindungen im Rauch – darunter mindestens 70 bekannte Karzinogene wie Teer, Benzol, Formaldehyd, Blausäure und Kohlenmonoxid.
E-Zigaretten-Dampf enthält diese Verbrennungsprodukte nicht. Das britische Committee on Toxicity (COT) stellte in seinem Bericht von 2020 fest, dass die im Dampf gefundenen Schadstoffe zwar vorhanden, aber in deutlich geringeren Konzentrationen als im Tabakrauch nachweisbar sind. Nikotin selbst – obwohl abhängig machend – ist laut COT nicht der primäre Verursacher rauchbedingter Krebserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Eine Cochrane-Review aus dem Jahr 2022 (Hartmann-Boyce et al.) wertete über 78 Studien aus und kam zu dem Ergebnis, dass E-Zigaretten mit Nikotin beim Rauchstopp wirksamer als Nikotinersatzprodukte (Pflaster, Kaugummis) sein können.
Warum dampfen manche Raucher nicht einfach auf?
Häufige Barrieren beim Umstieg von Tabakzigaretten auf E-Zigaretten sind:
- Falsche Informationen: Viele Raucher glauben, E-Zigaretten seien genauso schädlich – ein Missverständnis, das durch mediale Berichterstattung über einzelne Vorfälle (z. B. EVALI, verursacht durch illegale Vitamin-E-Acetat-Zusätze in US-amerikanischen Cannabis-Vapes) entstanden ist.
- Falsches Gerät: Einsteiger greifen oft zu ungeeigneten Produkten, die nicht das richtige Nikotinsalz oder die passende Nikotinstärke liefern.
- Fehlende Beratung: Ohne fundierte Informationen fällt der Umstieg schwerer.
Schritt-für-Schritt: So gelingt der Umstieg von der Zigarette auf die Vape
- Bedarf einschätzen: Wie viele Zigaretten rauchen Sie täglich? Starke Raucher (20+ Zigaretten/Tag) profitieren von Nikotinsalz-Liquids mit höherem Nikotingehalt (18–20 mg/ml) für ein befriedigendes Erlebnis ohne Schärfe.
- Richtiges Einsteiger-Kit wählen: Für Anfänger empfehlen sich Geräte mit einfachem Mundstück-Zug (MTL, „Mouth-to-Lung"), die das Zugverhalten einer Zigarette imitieren. Pod-Systeme sind wartungsarm und ideal für den Einstieg.
- Liquid-Geschmack testen: Tabak-Aromen erleichtern den Einstieg. Viele Umsteiger wechseln später auf Frucht- oder Menthol-Aromen.
- Nikotingehalt schrittweise reduzieren: Nach dem Umstieg kann der Nikotingehalt im Liquid über Wochen und Monate systematisch gesenkt werden – von z. B. 18 mg auf 12 mg, dann 6 mg, dann 3 mg oder 0 mg.
- Tabakzigaretten konsequent weglassen: Paralleles Rauchen und Dampfen ist möglich, aber um die vollen Vorteile zu nutzen, sollte das Ziel ein vollständiger Umstieg sein.
Wer gezielt E-Zigaretten Startersets für Einsteiger sucht, findet bei elbdampf.de eine kuratierte Auswahl an geprüften Einsteiger-Kits, Nikotinsalz-Liquids und MTL-Verdampfern – mit persönlicher Beratung.
Häufige Fragen
Ist Dampfen komplett ungefährlich?
Nein, E-Zigaretten sind nicht risikolos. Laut Public Health England (2015) und dem britischen Committee on Toxicity (2020) sind sie jedoch deutlich weniger schädlich als Tabakzigaretten, da kein Verbrennungsprozess stattfindet. Langzeitstudien über mehrere Jahrzehnte stehen noch aus.
Kann ich mit einer Vape das Rauchen wirklich aufgeben?
Eine Cochrane-Review (Hartmann-Boyce et al., 2022) zeigt, dass E-Zigaretten mit Nikotin beim Rauchstopp wirksamer sein können als herkömmliche Nikotinersatztherapien. Der Erfolg hängt jedoch stark vom richtigen Gerät, dem passenden Nikotingehalt und der persönlichen Motivation ab.
Was enthält ein Vape-Liquid?
Standard-Liquids bestehen aus Propylenglykol (PG), pflanzlichem Glycerin (VG), Lebensmittelaromen und – je nach Wunsch – Nikotin. In der EU reguliert die Tabakproduktrichtlinie (TPD 2014/40/EU) zulässige Inhaltsstoffe und Höchstmengen. Nikotin ist in der EU auf maximal 20 mg/ml begrenzt.
Was ist EVALI und betrifft es normale E-Zigaretten?
EVALI (E-cigarette or Vaping Product Use-Associated Lung Injury) ist eine Lungenerkrankung, die 2019 vor allem in den USA auftrat. Laut CDC wurde sie hauptsächlich durch Vitamin-E-Acetat in illegalen Cannabis-Vape-Produkten verursacht – nicht durch reguläre, zugelassene Nikotin-E-Zigaretten. In der EU sind solche Zusatzstoffe verboten.
Ist Passivsampfen gefährlich für andere?
Studien zeigen, dass der ausgeatmete Dampf von E-Zigaretten deutlich weniger Schadstoffe enthält als Tabakrauch. Eine Untersuchung von Mitter et al. (2019, veröffentlicht im Journal of Aerosol Science) stellte fest, dass Passivsampfen nach aktuellem Forschungsstand ein deutlich geringeres Risiko als Passivrauchen darstellt. Ein Restrisiko durch Nikotin und feine Partikel kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Ab welchem Alter darf man in Deutschland eine Vape kaufen?
In Deutschland gilt für den Kauf von E-Zigaretten und Liquids eine Altersgrenze von 18 Jahren – sowohl im stationären Handel als auch online. Dies ist im Jugendschutzgesetz (§ 9 JuSchG) geregelt. Seriöse Online-Shops wie elbdampf.de sind zur Altersverifikation verpflichtet.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. E-Zigaretten und Nikotinprodukte sind nicht für Nichtraucher, Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere oder stillende Frauen geeignet. Nikotin ist eine abhängig machende Substanz. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben, wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder medizinischen Fachmann. Alle genannten Studien beziehen sich auf Erwachsene, die bereits Tabakraucher sind.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde vom Redaktionsteam von elbdampf.de verfasst. elbdampf.de ist ein deutsches Fachgeschäft für E-Zigaretten, Liquids und Zubehör mit Sitz in Hamburg. Das Team setzt sich aus erfahrenen Dampf-Enthusiasten und Produktexperten zusammen, die regelmäßig aktuelle Studien und Regulierungen im Bereich elektronischer Zigaretten auswerten.
Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. E-Zigaretten und Liquids können Nikotin enthalten, das abhängig machen kann.